Bohnenkamp bringt ertragreiches Gespann ins Rollen

Feldpremiere: Schlepper und Güllewagen mit IF/VF-Technologie von BKT und Alliance

In der modernen Landwirtschaft werden die Geräte und Maschinen immer effizienter, aber auch größer und schwerer. Die Vorteile liegen auf der Hand, aber die Last trägt in diesem Fall der Boden. Es gilt also, den Spagat zwischen höherer Arbeitsleistung und geringerem Ertrag – als Resultat der stärkeren Bodenverdichtung – auf dem Feld zu meistern. Um den Bodendruck und die Bodenverdichtung so weit wie möglich zu reduzieren, setzen immer mehr professionelle Landwirte und Lohnunternehmer daher auf moderne IF/VF Reifen. Bei der Bohnenkamp AG hat diese Technologie bereits seit Jahren einen festen Platz im Programm und war bisher nur für Traktoren verfügbar. Mit dem Alliance VF389+ ist diese Technologie erstmals auch für die gezogene Einheit verfügbar. Damit ermöglicht der Reifengroßhändler aus Osnabrück erstmals Landwirten und Agrardienstleistern, ihre kompletten Gespanne bodenschonend auszustatten. Pionier auf diesem neu bestellten Feld ist die Firma Hante Agrarservice aus dem nordrhein-westfälischen Velen.

Meilenstein der Reifentechnik: effiziente Bodenschonung
Auf ihren Traktoren setzt Hante Agrarservice bereits IF-Reifen der Marke BKT ein und ist bislang gut damit gefahren. Wie es noch effizienter umgesetzt werden kann, weiß Heiko Holthaus, Leiter Geschäftsbereich Agrar bei Bohnenkamp: „Was nutzt die beste Traktorbereifung, wenn nach dem Schlepper schweres Gerät auf konventionellen Reifen die Spur verdichtet. Einfache Flotationreifen für gezogene Maschinen bringen hier bereits Entlastung, aber die moderne IF/VF-Technologie hebt mit ihren herausragenden Eigenschaften dieses Prinzip der besseren Druckverteilung für mehr Wirtschaftlichkeit und Bodenschutz auf ein ganz neues Niveau. Und im Gespann von Zugmaschine und gezogenen Maschinen wird sie zu einem echten Meilenstein der ertragreichen Bodenschonung in der Landwirtschaft.“     

Optimale Lösung: mit hoher Tragfähigkeit
Die kombinierte Umrüstung von Traktor und gezogener Maschine auf IF- und VF-Reifen erweist sich für das Lohnunternehmen Hante als optimale Lösung. Der Schlepper läuft vorne auf einem BKT-Reifen Agrimax Force IF600/70 R 28 und hinten auf dem Agrimax Force IF710/70 R 42. Der mit einer Reifendruckregelung ausgerüstete Güllewagen rollt mit seinem 18,5-Kubikmeter-Fass auf dem neuen Agriflex 389+ VF 750/60 R 30.5 von Alliance. Er ist der erste Flotationreifen mit dieser modernen Technologie. Im Vergleich zu anderen Flotationreifen, bei denen ebenfalls der Luftdruck auf unter 0,8 bar abgelassen werden kann, hält der Agriflex-Reifen höhere Tragfähigkeiten, sodass man statt einer meist notwendigen Tridembereifung auf eine Tandembereifung setzen kann.

Lohnenswerter Einsatz: die Rechnung geht auf
„Schlepper, Fass und Striger bringen bei uns vollgetankt knapp 40 t auf die Waage. Dennoch erwarten unsere Kunden zurecht, dass wir ihre Böden schonen und die Erträge maximieren“, beschreibt Juniorchef Christoph Hante die Herausforderung. Auf dem Acker lässt Hante den Reifendruck auf unter ein bar ab. So verteilt sich das Gesamtgewicht des Gespanns ideal. Zurück auf der Straße bringt die Reifendruckanlage den Agriflex 389+ VF wieder auf 2,4 bar. Das verringert den Zugkraftbedarf auf ebener Strecke ganz erheblich.

Der  Landwirt wird den nachhaltigen Effekt der Bodenschonung erst nach der nächsten Ernte spüren, aber Hante ist bereits während seiner Arbeit der deutlich geringere Treibstoffverbrauch des neuen Gespanns aufgefallen. „Wir können schon heute zeigen, dass sich der leicht höhere Einstandspreis in die IF/VF-Technologie über ein Effizienzplus schnell rechnet“, resümiert Heiko Holthaus.­

Moderne IF/VF-Technologie: platt auf dem Acker
VF-Reifen tragen eine konkrete Last bei bis zu 40 Prozent weniger Innendruck – oder bis zu 40 Prozent mehr Last bei einem gegebenen Druck. Bei Improved Flexion/IF-Reifen sind es jeweils 20 Prozent.

Tatsächlich sieht ein VF-Reifen im Niedrigdruckbetrieb buchstäblich platt aus, bietet aber dennoch eine zuverlässig hohe Traktion. Möglich macht dies ein neuer Reifenaufbau. Bei VF-Reifen reichen mehrere, gleichzeitig dünnere Karkassenlagen bis weit in die Flanke hinein. Im Querschnitt fallen die deutlich dünneren und flexibleren Seitenwände sofort auf. Sie geben dem VF-Reifen – das VF steht für Very High Flexion – im Feldeinsatz die notwendige Anpassungsfähigkeit. Weniger abrupte Umschläge der Karkassenlagen verringern bei VF-Reifen zudem das typische Phänomen der Lagenseparation.