Bohnenkamp erweitert Energieinfrastruktur: Photovoltaik-Ausbau und Batteriespeicher in Betrieb

Mehr Effizienz und Versorgungssicherheit durch eigene Energie am Standort Osnabrück.

Die Bohnenkamp SE treibt den Ausbau ihrer nachhaltigen Energieversorgung konsequent voran. Mit der dritten Ausbaustufe der Photovoltaikanlage und der Inbetriebnahme eines Batteriespeichers stärkt das Unternehmen seine Energieautarkie am Standort Osnabrück. Ziel ist es, den Strombedarf zunehmend aus regenerativen Quellen zu decken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit im laufenden Betrieb zu erhöhen.

Solarenergie als stabiler Baustein der Versorgung 

Seit rund vier Jahren baut Bohnenkamp die Photovoltaikflächen am Standort Osnabrück-Atter kontinuierlich aus. Mit der aktuellen Erweiterung erreicht die Anlage eine neue Größenordnung: Rund 6.000 Solarmodule erzeugen inzwischen mit einer Gesamtleistung von etwa 2,4 Megawatt Peak (MWp) einen erheblichen Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort. 

Im vergangenen Jahr wurden rund 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, von denen ein großer Anteil unmittelbar im Unternehmen genutzt wurde. Aktuell deckt Bohnenkamp rund 40 Prozent seines Strombedarfs selbst ab – mit steigender Tendenz. 

Für den Logistik- und Großhandelsspezialisten ist eine stabile Energieversorgung essenziell. „Unsere Kunden verlassen sich darauf, dass ihre Ware pünktlich ankommt. Eine zuverlässige Stromversorgung ist dafür heute wichtiger denn je“, erklärt Thomas Kettler, Leiter Logistik bei Bohnenkamp. 

Mehr Nutzung durch Batteriespeicher 

Ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung ist der neue Batteriespeicher mit einer Kapazität von rund 3,4 Megawattstunden. Er speichert überschüssige Solarenergie und stellt diese bei Bedarf – etwa in den Abend- und Nachtstunden – wieder zur Verfügung. 

So kann Bohnenkamp den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms weiter erhöhen und gleichzeitig die Betriebssicherheit stärken. Perspektivisch ist geplant, zentrale Unternehmensbereiche auch bei möglichen Störungen der externen Stromversorgung weiterhin betreiben zu können. 

„Das Ziel ist klar: mehr Energieautarkie, mehr Versorgungssicherheit und maximale Lieferfähigkeit“, so Kettler. 

Investition in Sicherheit und Wirtschaftlichkeit 

Neben ökologischen Aspekten spielt auch die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Die Investition in den Batteriespeicher soll sich voraussichtlich innerhalb von vier bis fünf Jahren amortisieren. 

Gleichzeitig reduziert der Speicher betriebliche Risiken: Bereits ein einzelner Ausfalltag im Logistikbetrieb könnte erhebliche Auswirkungen haben. Durch die zusätzliche Absicherung wird die Stabilität im Tagesgeschäft weiter erhöht. 

Ein großer Teil des erzeugten Stroms wird direkt im Unternehmen genutzt – unter anderem für die Intralogistik. Rund 100 elektrisch betriebene Gabelstapler werden zunehmend mit Energie aus eigener Erzeugung versorgt. 

Teil einer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie 

Der Ausbau von Photovoltaik und Speicherkapazitäten ist Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie. Bohnenkamp setzt bereits seit Jahren auf energieeffiziente Lösungen wie Erdwärme, LED-Technologie sowie die regelmäßige Analyse des Corporate Carbon Footprints durch den TÜV Rheinland. 

„Nachhaltigkeit ist für uns eng mit wirtschaftlicher Vernunft und Versorgungssicherheit verknüpft. Wir investieren gezielt in Lösungen, die beides miteinander verbinden“, betont Kettler. 

Weitere Entwicklung im Blick 

Auch zukünftige Ausbaustufen der Energieinfrastruktur werden geprüft. Dazu zählen zusätzliche Speicherkapazitäten sowie neue Technologien, etwa im Bereich Elektromobilität. 

Mit dem aktuellen Ausbau setzt Bohnenkamp einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen, effizienten und resilienten Energieversorgung. 

 

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